Bernhard Haage                                                                   Liedermacher

Wie zauberhaft, wie wunderbar ...

 

 

Er ist ein Chansonier, der glücklich auf der Schwäbischen Alb gestrandet ist. Er ist der Autor zahlreicher Kinderbücher und Kinderlieder-CDs, daneben Pädagoge, staatlich geprüfter Musiklehrer und einer der am liebsten durch die Wiesen und Wälder rund um sein Zuhause in Lichtenstein streift. - Ja, wenn er nicht zu seiner Gitarre greift. Denn dann wird klar: Eigentlich ist Bernhard Haage ein Magier, der sich andauernd verwandelt, seit er in den 60iger Jahren in einer Reutlinger Arbeitersiedlung aus dem Ei geschlüpft ist. Und mit seiner Musik gelingt es ihm auch noch viele andere zu verzaubern. - Zumindest dann, wenn er hin und wieder von seinem Berg herabsteigt und sich für eine kurze Zeit lang so vollkommen auf sein Publikum einlässt, wie sonst nur auf seine so hoch geschätzten Kräuter, Beeren oder Pilze ...

... und was sonst noch wichtig war                                             

Vielleicht könnte der eine oder andere in Versuchung kommen, Bernhard Haage einen Spätberufenen zu nennen. Tatsächlich startete er seine eigentliche Liedermacherkarriere für Erwachsene erst im Jahr 2018 im zarten Alter von 51 Jahren. Allerdings hat sich der Künstler immer schon mit Worten beschäftigt, im Laufe der Jahre hat er mehr als 15 Bücher geschrieben. Vor allem als Filmbuchautor machte er sich in der Kinder- und Jugendbuch-Branche einen hervorragenden Namen.  Nicht umsonst wurde er als Autor bzw. Co-Autor für Filmbücher zu Kinohits wie „Ab durch die Hecke“, „Kleiner Dodo“, "Jagdfieber" oder „Hanni & Nanni 3“ (Platz 1 der Spiegelbestsellerliste Jugendbuch, 2013) verpflichtet, und auch verschiedene Folgen beliebter Kinderfernsehserien („Die Pfefferkörner“, „Endlich Samstag“) wurden von ihm (meist zusammen mit dem Stuttgarter Autor Mark Stichler) kunstvoll in Worte gefasst. Darüber hinaus arbeitet Bernhard Haage seit 1996 als freier Journalist vorwiegend für das Schwäbische Tagblatt (Tübingen). 2013 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Der zweite rote Faden, der sich durch das bisherige Leben des Autors und Liedermachers zieht, ist die Musik. Als Kind spielte Bernhard Haage nach dem Vorbild seines Großvaters Geige. Später brachte er sich selbst das Gitarrenspielen bei und seit dem zarten Alter von zwölf Jahren spielt er in Bands, die - mit wenigen Ausnahmen - ausschließlich Eigenkompositionen auf die Bühne brachten. Derzeit steht er - neben den Solo-Auftritten - oft mit seiner Band haage auf der Bühne, die sich spannendem Indierock, irgendwo zwischen den Pixies und Element of Crime verschrieben hat. Natürlich mit Haage-Texten und einem hintergründigen Witz, für den Bernhard Haage bereits 2004 mit dem Songwriterpreis Baden-Württemberg (verliehen vom Popbüro Stuttgart und der Landesarbeitsgemeinschaft der Rockinitiativen LARI e.V.) ausgezeichnet wurde. Vom Preisgeld kaufte er sich eine Gitarre, die er noch heute spielt. Ende der 90er Jahre erschien seine erste Kinderlieder-CD: „Herr Sumsum summt schon wieder“ später die zweite: „Sieben Salamander“. 2007 wurden beide von ZYX Music erneut veröffentlicht und haben inzwischen Generationen von Kindern das Größerwerden deutlich erleichtert.

Alles zu seiner Zeit. Und jetzt endlich: Bernhard Haage - solo

Manchmal müssen Ideen weite Umwege gehen, bevor sie zur Realität werden. Im Falle des Liedermachers Bernhard Haage führte der Umweg über Los Angeles und den Musiker und Produzenten Jan Henning. Dieser wusste schon lange vom Songwriter-Potenzial Haages. Bei einem Wiedersehen 2017 konfrontierte er ihn mit der Idee eines Solo-Albums.

Haages Ausrede, er habe gar nicht genug Lieder, konnte leicht widerlegt werden. Alleine bei einer ersten Sichtung kamen die beiden Musiker auf mehr als 25 bisher ungehobene Schätze. Einer Zusammenarbeit über die Ozeane hinweg, stand damit nichts mehr im Wege.

Immer wenn Jan Henning in Deutschland ist und etwas Zeit entbehren kann, verwandelt sich Haages Wohnzimmer auf dem Göllesberg in ein Tonstudio.