TexteCD Herr Sumsum summt schon wieder
Frau Müller
Frau Müller will fliegen, sie steigt auf das Dach.
Die Nachbarn , die hören von oben den Krach.
Die Einen, die sagen: „Sie ist viel zu schwer!,
die Andern, die meinen: „Ein Flugzeug muss her!
Doch Frau Müller sagt nur: „Ich hab schon genug Zeug.
Wozu brauch ich ein Flugzeug?
Die Leute wollen sie retten, sie wissen Bescheid,
sie machen aus Betten ein Polster bereit.
Herr Müller, der unten steht, ruft in seiner Not:
„Bevor du vom Schornstein springst, werd erst mal Pilot!
Doch Frau Müller sagt nur: „Ich hab schon genug Zeug.
Wozu brauch ich ein Flugzeug?
Frau Müller nimmt Anlauf, dann fliegt sie davon.
Die Nachbarn, die fallen fast vor Schreck vom Balkon.
Was hat sich Frau Müller denn da nur wieder erlaubt?
Man kanns nicht mal weiter erzählen, weils doch keiner glaubt.
Seither hat man Frau Müller nie wieder gesehen.
Nur manchmal hört man aus den Wolken noch ihr leises:
„Ich hab schon genug Zeug. Wozu brauch ich ein Flugzeug?
Krokodil
Im Bad da ist ein Krokodil,
was soll ich denn da machen?
Ich weiß genau, dass es da ist,
auch wenn die Andern lachen.
Es frisst die Seife und den Spiegel
und die Nagelschere.
Dann wartet es auf mich und denkt,
dass ich ein Nachtisch wäre.
Ohoho hoho du Krokodil!
Was tu ich wenn die Mama spricht:
„Warum putzt du die Zähne nicht?
Ohoho hoho du Krokodil!
Die Mama sagt: „Das kann nicht sein,
das werd ich dir beweisen.
Sie nimmt mich bei der Hand, ich schrei:
„Es wird uns gleich verspeisen!
Die Mutter reißt die Türe auf,
ich kann es nirgends sehn.
Da lacht sie nur und sagt dann noch:
„Es wird spazieren gehn.
Ohoho hoho du Krokodil ...
Ich putz die Zähne, sag „Gut Nacht!,
und werde dann ins Bett gebracht,
doch neben mir, da liegt etwas,
das Tiergeräusche macht.
Ich sag: „Du bist das Krokodil,
ich hab dich gleich erkannt!
Das Tier, das sagt: „Du träumst wohl schon.
Ich bin ein Elefant.
Ohoho hoho du Elefant.
Was tu ich, wenn die Mama spricht:
„Mein Junge warum schläfst du nicht?
Ohoho hoho du Elefant.
Herr Swoboda
Herr Swoboda baut Roboter in seinem kleine Keller.
Sie hängen ihm die Wäsche auf und waschen seine Teller.
Und fühlt er sich einmal allein, dann drückt er auf den Schalter,
dann sagt sein Freund der Roboter: „Grüß Gott, ich heiße Walter!
Herr Swoboda, Herr Swoboda ich würd sie gern besuchen,
auf eine Tasse Milchkaffee und nen Roboterkuchen.
Herr Swoboda, Herr Swoboda ich würde gern verstehn,
warum so viele Roboter in ihrem Keller stehn.
„Der eine hier, das sagt er mir, als er mich eingeladen,
„der macht das beste Apfelmus und kocht die Marmeladen.
Der zweite, mit dem langen Arm, der hackt das Holz im Winter.
Der dritte hier, der kann zwar nichts, doch dafür heißt er Günther.
Herr Swoboda, Herr Swoboda ...
Der vierte und der fünfte dort, die können prima singen.
Der sechste saugt den Teppich ab, das tut ihm gut gelingen.
Der siebte trägt den Sonnenschirm, wenn ich spazieren geh.
Der achte, der passt auf auf mich, wenn ich schwimme im See.
Herr Swoboda, Herr Swoboda ...
Herr Swoboda, ich glaube nicht, dass man die alle braucht,
denn das wozu sie nütze sind, das alles kann ich auch.
Ich würde gern, als bester Freund, mit ihnen Blumen pflücken,
dann könnten wir die Roboter gleich in den Urlaub schicken.
Herr Swoboda, Herr Swoboda ...
Frosch
Ich fuhr mal mit dem Fahrrad so spazieren,
in unsrer kleinen Stadt herum.
Natürlich muss mir wieder was passieren,
ein Loch im Schlauch und Lenker krumm.
Und in der Pfütze sitzt ein Frosch und lacht mich an,
obwohl ein Frosch doch überhaupt nicht lachen kann.
Na gut, dann fang ich eben an zu schieben,
in unsrer kleinen Stadt herum.
Da seh ich meine Traumfrau zum Verlieben,
doch die die lacht sich einfach schief und krumm.
Und in der Pfütze sitzt ein Frosch ...
Zum Überfluss fängts auch noch an zu regnen.
Ich kurzärmlig und sowieso verschnupft,
da muss mir noch ein Lastwagen begegnen
und ich bin bis zum Hals mit Dreck betupft.
Und in der Pfütze sitzt ein Frosch ...
Voller Panik renn ich jetzt nach Hause.
Mein Fahrrad hab ich irgendwo verloren.
Die Mutter schickt mich unter unsre Brause
und putzt mir danach stundenlang die Ohren.
Und vor dem Fenster sitzt ein Frosch ...
Das Traumhuhn
Ich kenne ein Huhn,
das hat nichts zu tun.
Das sitzt in dem Garten,
als würde es warten.
So mancher tut raten,
ich soll es mir braten.
Doch ich denk nicht daran,
denn es schaut mich so an.
Ich kenn viele Hennen,
die hin und her rennen.
Sie legen ein Ei
und schnattern dabei.
Und während sie rackern,
tut meins nicht mal gackern.
Es sitzt wie im Traum,
allein unter dem Baum.
Wenn ich traurig bin,
setz ich mich zu ihm hin.
Dann träumt es mit mir,
mein Lieblingstier.
Mir ists ganz egal, was die Leute sagen.
Jeder Hühnerstall kann auch ein Traumhuhn vertragen.
Meine Katze
Meine Katze, die macht nicht, was andre Katzen machen.
Sie trifft sich heimlich mit der Maus, man hört sie leise lachen.
Die Maus mag meine Katze gern, das weiß ich ganz genau.
Die Maus, die lacht: piep piep piep piep, die Katze: mau miau.
Und mein Hund der macht auch nicht, was andre Hunde machen.
Er trifft sich heimlich mit der Katz man hört sie leise lachen.
Die Katze mag den Hund sehr gern, das weiß ich ganz genau.
Die Katze lacht: miau, miau, der Hund, der lacht: wau wau.
Und ich selber mach auch nicht, was andre Leute machen.
Ich stell mich mitten in den Wald und fang laut an zu lachen.
Und sagt mir irgendjemand dann: „Das ist doch nicht normal.
Dann sing ich ihm dies Lied hier vor und sag: Das ist egal.
Herr Sumsum summt schon wieder
Herr Sumsum wohnt im Nachbarhaus, ich kann ihn summen hören.
Manchmal summt er zum Fenster raus, mich tut das gar nicht stören.
Er summt „hm hm er summt „hm hm, er summt sogar Beethoven
und wenn er Holz ins Feuer legt, dann summt er in den Ofen.
Dann summt es aus dem Schornstein raus, die allerschönsten Lieder,
und jeder in der Straße weiß: Herr Sumsum summt schon wieder!
Nur nebenan Frau Bitterlich, die kann das nicht ertragen.
Klopft an die Wand und ärgert sich. Warum werd ich euch sagen:
Wenn neben ihr Herr Sumsum summt, dann ist er sehr zufrieden.
Dann denkt die alte Bitterlich: Wir sind da sehr verschieden.
Wie kann denn der zufrieden sein, wenn ich bin so alleine.
Herr Sumsum fühlt sich wunderbar und ich hab Gallensteine.
Als sie mal wieder schimpft und schreit, steht er vor ihrem Zimmer.
Da zieht er seinen Hut und sagt: „Grüß Gott! Ich summe immer.
Frau Bitterlich ist außer sich. Wie kann er es nur wagen?
Herr Sumsum sagt: „Entschuldigung, ich wollte sie was fragen.
Ich habe heute gut gekocht. Wolln sie heut mit mir essen?
Energisch sagt Frau Bitterlich: „Das können sie vergessen!
Doch was sie dann von drüben riecht, ist ihre Lieblingsspeise.
Und sonderbar, er summt gar nicht, es ist sogar ganz leise.
Da wundert sich Frau Bitterlich und schleicht zu seinem Haus,
den sie ist ziemlich neugierig und hält es kaum noch aus.
Herr Sumsum sagt: „Das freut mich sehr! Wolln sie vielleicht ein Bier?
Frau Bitterlich denkt überrascht: Er ist ein Kavalier.
Inzwischen ist Frau Bitterlich bei Sumsum eingezogen.
Sie mögen sich und streiten nicht und das ist ungelogen:
Frau Bitterlich denkt nun nicht mehr an ihre Gallensteine
und wenn sie mit Herrn Sumsum summt, fühlt sie sich nicht alleine.
Sie summen oft zum Fenster raus, die allerschönsten Lieder.
Drum ist nun dieses Stück auch aus. Herr Sumsum summt schon wieder!
Herr Willibald
Mit seinem kleinen Auto, da fährt Herr Willibald
die Straße rauf und runter, nur manchmal macht er halt.
Dann schaut er aus dem Fenster und träumt so vor sich hin:
„Ich hätt gern eine Freundin, weil ich alleine bin.
Die Bäckerin Frau Trudel, die findet er sehr schön,
die backt den besten Strudel und würd auch mit ihm gehn.
Doch leider steht die Trudel so früh am Morgen auf,
dann backt sie wieder Strudel und weckt das ganze Haus.
Die Malerein Frau Fridel, die findet er ganz toll.
Die spielt schön auf der Fidel und malt die Wände voll,
doch leider malt die Fridel bis in die späte Nacht
und Willi würd gern schlafen, so ungefähr ab acht.
Die Bäuerin Frau Rese, die sieht er gerne an,
die macht den besten Käse und sucht auch einen Mann.
Dann wäre ich ja Bauer, das ist es, was er denkt.
Das wäre auf die Dauer ja furchtbar anstrengend.
Mit seinem kleinen Auto, da fährt Herr Willibald
die Straße rauf und runter, nur manchmal macht er Halt.
Dann schaut er aus dem Fenster und träumt so vor sich hin:
Ach Gott, wie bin ich glücklich, dass ich alleine bin.
Die Sonne hat ein Kuhgesicht
Die Sonne hat ein Kuhgesicht
doch kann das niemand sehn,
denn viel zu helle scheint ihr Licht
um alles zu verstehn.
Sie grast den ganzen Himmel ab
und frisst so manchen Stern.
Die Sonne hat ein Kuhgesicht.
Ich mag die Sonne gern.
Der Mond muss heute wieder mal
im Meer versunken sein.
Was er dort macht, das weiß ich nicht,
ich seh nur seinen Schein.
Vielleicht ist er in Wirklichkeit
ein Kugelfisch der strahlt,
der gern am Himmel Schlittschuh fährt
und keine Steuern zahlt.
Der Baum in meinem Garten dort
erzählt mir gern Geschichten.
Ich hör ihm zu, auch wenn er lügt,
denn er kann herrlich dichten.
Er rauscht mit seinem Blätterwald
und frag ich ihn warum,
so sagt er nur: „So ist das halt,
und stellt sich einfach dumm.
Es gibt so manche Dinge,
die ich nicht erklären kann.
Zum Glück hab ich ja Phantasie
und fang zu träumen an.
Vielleicht ist alles gar nicht so,
wies die Erwachsenen sehn.
Die meinen alles auf der Welt
müssen sie auch verstehn.
Ich fuhr mal mit der Eisenbahn
Ich fuhr mal mit der Eisenbah
da sah ich einen dicken Mann,
der schrie: „Das ist Betrug!
Ich sitz im falschen Zug.
Der Schaffner brüllt: „Sie lügen!
Sie sind falsch eingestiegen.
Das ist die richtige Eisenbahn,
nur sie, sie sind der falsche Mann.
Und dabei dachte ich als Kind,
dass die Erwachsenen klüger sind.
Nicht besser und nicht böser,
sie sind nur etwas größer.
Der Schaffner wird rot im Gesicht:
„Die Fahrkarte, die gilt hier nicht.
Der dicke Mann der lacht:
„Haha, das hab ich mir gedacht.
Die Fahrkarte ist viereckig,
was draufsteht interessiert mich nicht.
Ich werde mich beschweren,
dann muss der Zug umkehren.
Und dabei dachte ich als Kind ...
Märchenlied
Wenn die Feen mit den Zwergen auf den Bergen tanzen
und der Froschkönig sieht ihnen zu
und die Sterne wieder mal vom Himmel fallen
und ein Prinz findet deinen Schuh,
ja, dann ist es klar wie Wein:
Auch dein Leben kann ein Märchen sein.
Wenn sich Rumpelstilzchen heimlich mit Schneewittchen trifft
und Frau Holle schneit die Beiden ein.
Wenn der Wolf wieder mal ein Rotkäppchen frisst
und die Hexe bricht sich ein Bein,
ja, dann ist es klar wie Wein:
Auch dein Leben kann ein Märchen sein.
CD Sieben Salamander
Was wächst in meinem Blumentopf?
Was wächst in meinem Blumentopf?
Vielleicht ein Tschi Tschi Tschi,
es könnte auch ein Futschi sein,
denn ich gieße es nie.
Obwohl es keine Stacheln hat,
sieht es gefährlich aus.
Ich weiß nicht, vielleicht beißt es ja,
dann reiße ich es raus.
Kommst du vielleicht aus Afrika?
Oder Amerika?
Ich weiß nur, dass ich so etwas wie dich,
Noch niemals sah.
Vielleicht hat dich ein Wirbelsturm
Über das Meer geweht.
Als kleines Baby-Samenkorn
Ich denke, dass das geht.
Was wächst in meinem Blumentopf?
Vielleicht ein Turalu.
Es streckt die Blätter in die Luft
Und wächst wie ich und du.
Obwohl es mir nicht ähnlich sieht
Muss ich doch eingestehn:
Mein Orchidingsda-Bonbonkraut
Wird wirklich wunderschön.
Was wächst in meinem Blumentopf?
Ich hab das nicht gepflanzt
Du Zwiebelpalmen-Kürbisbaum,
dann zeig mal, was du kannst.
Egal ob ich mich davor stell,
oder mich schnell verstecke.
mein Zwirbelwirbel-Krokusbusch
wächst einfach bis zur Decke.
Was wächst in meinem Blumentopf?
Es wäre wirklich schade,
wenn Schokoblümchen austrocknet,
ich gieß mit Limonade.
Da wächst das Pflänzchen noch schneller
Und ich werd immer kleiner.
Mein Wackelröschen denkt sich still:
Was ist denn das für einer?
Sieben Salamander
Sieben Salamander
saßen aufeinander
Einfach zum Vergnügen
Warum soll ich lügen?
Sie fühlten sich wie Drachen
Und hatten viel zu lachen.
Und wer mir widerspricht
Kennt Salamander nicht.
Sieben Salamander
Die träumten miteinander
Ganz faul im Sonnenlicht
Vielleicht glaubt ihr das nicht.
Sie dachten nicht an Morgen
Und hatten keine Sorgen.
Ihr solltet das verstehn,
ich hab es selbst gesehn.
Bin ich mal durcheinander
Denk ich an Salamander.
Dann träume ich und lache
Und fühl mich wie ein Drache
Die Salamander rufen:
Das hast du gut gemacht“
Bisher war’n wir nur sieben,
doch mit dir sind wir acht.
Acht Salamander
Die sitzen aufeinander
Einfach zum Vergnügen
Warum soll ich lügen?
Sie fühlen sich wie Drachen
Und haben viel zu lachen.
Und wer mir widerspricht
Kennt Salamander nicht.
Alle Kinder müssen flöten
Lisa will nicht flöten gehen,
wer ein Kind ist kann’s verstehen.
Denn sie hat nicht viel geübt,
was des Lehrers Laune trübt.
Lieber möchte sie Trompeten
Und Gitarrenseiten kneten
Warum kriegt sie kein Klavier?
Lisa wäre sehr dafür.
Alle Kinder müssen flöten
Soll’n nicht quaken wie die Kröten.
Auch nicht wiehren wie ein Pferd.
Alles das ist sehr verkehrt.
Denn nur wenn die Flöten pfeifen,
können kluge Kinder reifen.
Ob sie toben oder schrein
Das scheint einfach so zu sein.
Lisa kann es gar nicht glauben,
dass die Eltern nicht erlauben.
Loszugeigen wie ein Meister.
Mama sagt nur: „Scheibenkleister!“
Vorm Klavierspielen oder Geigen
Musst du an der Flöte zeigen,
dass du musikalisch bist.“
Lisa denkt nur: So ein Mist!
Alle Kinder müssen flöten
Soll’n nicht quaken wie die Kröten.
Auch nicht wiehren wie ein Pferd.
Alles das ist sehr verkehrt.
Denn nur wenn die Flöten pfeifen,
können kluge Kinder reifen.
Ob sie toben oder schrein
Das scheint einfach so zu sein.
Später dann, ihr werdet lachen,
hört Lisa auf Musik zu machen.
Denn die Lust ist schnell vorbei
nach der schlimmen Flöterei.
Lisas Eltern die erschrecken,
denn sie wollten doch nur wecken
Lisas Musikalität.
Die Erkenntnis kommt zu spät.
Die Bachpiraten
Mittendrin im tiefen Wald,
du wirst es nie erraten,
führt eine ganz geheime Spur
bis zu den Bachpiraten.
Sie kamen einst vom großen Meer
Das Boot voller Kanonen.
Über den Fluss den Bach hinauf,
dort wo die Fische wohnen.
Lustig ist das Piratenleben
Sangen sie aus vollem Hals
Wer uns begegnet, der muss sich ergeben.
Das wäre ganz klug jedenfalls.
Unter der schwarzen Piratenfahne
Über das tosende Meer.
Wer uns begegnet wird uns nie vergessen,
und uns zu entkommen ist schwer.
Ihr fragt euch jetzt was Seeräuber
im Wald verloren haben.
Wenn sie nicht Pilze suchen gehen,
wolln sie den Schatz vergraben.
Den sie geraubt auf hoher See
Von vielen Kapitänen.
Wie es Piraten immer tun.
Wer haben will muss nehmen.
Lustig ist das Piratenleben
Sangen sie aus vollem Hals
Wer uns begegnet, der muss sich ergeben.
Das wäre ganz klug jedenfalls.
Unter der schwarzen Piratenfahne
Über das tosende Meer.
Wer uns begegnet wird uns nie vergessen,
und uns zu entkommen ist schwer.
Mit der Leiter auf den Felsen,
Mit dem Schwert durch die Gestrüppe.
Dann den Schatz in eine Höhle
Und davor wacht ein Gerippe.
20 Schritte Richtung Westen
unter Bäumen zwischen Ästen.
Liegt das Gold der Bachpiraten
Du brauchst Schaufel oder Spaten.
Mombert
Mombert war ein guter Riese,
lebte auf ner Blumenwiese
hat nie jemanden bedroht,
half uns of aus mancher Not.
Lebte glücklich und allein,
wir besuchten ihn daheim.
Er konnte Purzelbäume schlagen
Und auf der Schulter Bäume tragen.
Mombert, Mombert lass uns nicht allein!
Mombert, Mombert, du weißt wir sind so klein!
Doch eines Tages kam ein blöder
Held in unser Land.
Die Schmalzlocke war im Gesicht,
das Messer in der Hand.
Er fragte gleich im ganzen Land
Nach Heldentaten an.
Und weil er grad nichts bessres fand,
ging er auf Riesenfang.
Mombert, Mombert lass uns nicht allein!
Mombert, Mombert, du weißt wir sind so klein!
Der Held hörte von der Blumenwiese
Suchte kurz und fand dann diese,
doch Mombert saß auf einem Berg
und sah von dort den Heldenzwerg.
Als er ihn genauer angeschaut,
da hätt es ihn fast umgehaut.
Er entdeckte wutentbrannt
Das Messer in der Heldenhand.
Mombert, Mombert lass uns nicht allein!
Mombert, Mombert, du weißt wir sind so klein!
Seit diesem Tag ist Mombert fort,
man sah ihn nie mehr hier im Ort.
Er hat sich wohl davon gemacht,
voll Trauer in der Heldennacht.
Es hat sich viel geändert hier.
Den Mombert den vermissen wir.
Drum machen wir uns auf heut Nacht,
der Mombert wird zurückgebracht!
Mombert, Mombert lass uns nicht allein!
Mombert, Mombert, du weißt wir sind so klein!
Alle Freunde sind im Urlaub
Meine beste Freundin Lena sitzt jetzt schon am Meer,
sie unterhält sich mit den Fischen, das gefällt ihr sehr.
Wenn sie wieder nach Hause kommt ist sie ganz braungebrannt,
dann zeigt sie mir die schönen Muscheln und den Meeressand.
Falls Lena mir ‘ne Karte schreibt, dann steht darauf geschrieben:
Du Ärmste bist ja wieder ganz allein daheim geblieben.
Hier ist es wunderbar
und Pizza gibt’s sogar,
wir haben sehr viel Spaß,
ich hoff du glaubst mir das.
Alle Freunde sind im Urlaub, das ist echt gemein.
Warum kann denn meine Mutter nicht einfach reicher sein?
Ich will doch nur nach Afrika - das ist doch nicht zuviel.
Und einen süßen kleinen Hund,
mit dem ich dann oft spiel.
Die Katharina aus der Nachbarschaft macht eine Reise,
mit einem Dampfer übers Meer, ich finde das echt scheiße,
sie schaut sich fremde Länder an und findet das ganz toll,
und ich weiß nicht, was ich den ganzen Tag hier machen soll.
Mein Spielzeug find’ ich langweilig, wenn niemand mit mir spielt
und während Katharina durch die Sonnenbrille schielt,
kann ich nur fenseh glotzen,
ich finde das zum kotzen
ich spiele schon Klavier,
so langweilig ist mir.
Alle Freunde sind im Urlaub, das ist echt gemein.
Warum kann denn meine Mutter nicht einfach reicher sein?
Ich will doch nur nach Afrika - das ist doch nicht zuviel.
Und einen süßen kleinen Hund,
mit dem ich dann oft spiel.
Und sind die Ferien erst vorbei, dann wird es wieder heißen:
Wir schreiben heute einen Aufsatz über eure Reisen.
Oh ja, Herr Lehrer, das ist schön - ich war zweimal im Freibad,
mit meiner Mutter die halt nur am Samstag manchmal Zeit hat.
Ich hab’ auch ganz viel fern gesehn den ganzen Quatsch der kam,
ich weiß nicht ob sie das verstehn, das fing schon morgens an.
Die Ferien sind vorbei
und ich war nicht in Hawaii.
Von keinem heißen Strand
hab’ ich ‘nen Sonnenbrand.
Alle Freunde sind im Urlaub, das ist echt gemein.
Warum kann denn meine Mutter nicht einfach reicher sein?
Ich will doch nur nach Afrika - das ist doch nicht zuviel.
Und einen süßen kleinen Hund,
mit dem ich dann oft spiel.
Christel die Diskomaus
Ich will euch jetzt erzählen von einer kleinen Maus,
die eines Tages sagte ich halt es kaum noch aus.
Die Katze geht mir auf den Geist, warum werd ich verraten.
Obwohl sie Katzenfutter kriegt, träumt sie von Mäusebraten.
Die kleine Maus, die Christel heißt, die hat eine Idee.
Die Katze mag keine Musik, der Rhythmus tut ihr weh.
Drum denkt sich Christel: Das ist gut. Ich muss nur tanzen gehen.
Dann werde ich das Katzenvieh die ganze Nacht nicht sehen.
Christel die Disko-Maus
Lässt keine Party aus.
Sie geht auf jeden Tanz
Und wackelt mit dem Schwanz.
Beim wilden Tanz im Diskolicht
Fürchtet die Maus die Katze nicht,
weil Katzen – das weiß jedes Kind –
nur selten in der Disko sind.
Die kleine Maus tanzt „schubidu“ und alle sagen „wow!“
Sie hat sich sogar bunt geschminkt, ihr Fell ist nicht mehr grau.
Sie fegt über die Tanzfläche weil ihr das Freude macht.
Als Disko-Maus ist sie ganz klar die Königin der Nacht.
Die Miezekatze langweilt sich wenn Christel tanzen geht.
Sie wartet vor dem Mauseloch, weil sie das nicht versteht.
Die Maus muss doch Zuhause sein. Der Katze knurrt der Magen.
Doch Christel hat was andres vor und das will ich euch sagen:
Christel die Disko-Maus
Lässt keine Party aus.
Sie geht auf jeden Tanz
Und wackelt mit dem Schwanz.
Beim wilden Tanz im Diskolicht
Fürchtet die Maus die Katze nicht,
weil Katzen – das weiß jedes Kind –
nur selten in der Disko sind.
An einem schönen Abend hat die Katze dann gesehen,
wie Christel aus dem Garten schlich, sie wollte tanzen gehen.
Da ist ihr doch das Katzentier ganz einfach nachgegangen.
Der Plan war ziemlich eindeutig: Erst folgen und dann fangen.
Die Maus hatte es eilig und am Ende von dem Weg,
Verschwand sie durch die Eingangstür von einer Diskothek.
Die Katze dachte still bei sich: Wie soll ich das verstehen?
Wenn ich den Mäusebraten will, muss ich wohl tanzen gehen.
Die Katze hat es ausprobiert
Es hat ihr gleich gefallen.
Sie wackelte mit ihrem Po
Und klatschte mit den Krallen.
Dabei hat sie die Mäusejagd
Ganz nebenbei vergessen.
Die Maus mit der sie tanzen war,
die kann sie doch nicht fressen.
Toni hat einen andren Plan
Es wäre wunderbar ein Faultier zu sein, denkst du.
Dann hör dir die Geschichte an,
vom kleinen Faultier Toni Schnarchnase,
der Basketball am besten kann.
Die Eltern sagen: „Warum rennst du herum, Toni?
Ein braves Faultier lässt das sein!
Leg dich doch lieber ein paar Stunden aufs Ohr.
Und schlaf am besten wieder ein.
Toni hat einen andren Plan
Und jeden Tag übt er daran,
Ein Basketball-Meister zu werden.
Und was ihr mir gern glauben dürft:
Ein Faultier das Körbe wirft,
Ist ziemlich einmalig auf Erden.
Die Faultier-Eltern schicken Toni zum Arzt, weil er
Nicht faul in seinem Bettchen bleibt.
Der Doktor sagt: Toni braucht Schlafmittel,
bevor er Sportgeschichte schreibt.
Zum Glück hat Toni nicht auf all das gehört, deshalb
schmeißt er die Pillen in den Fluß.
Dass die Forellen schnarchen stört ihn nicht,
weil er sofort trainieren muss.
Toni hat einen andren Plan
Und jeden Tag übt er daran,
Ein Basketball-Meister zu werden.
Und was ihr mir gern glauben dürft:
Ein Faultier das Körbe wirft,
Ist ziemlich einmalig auf Erden.
Hört mir gut zu was dann geschehen ist, plötzlich,
an einem Tag im Monat Mai.
Da kam mit seinem Auto zufällig,
ein Basketball-Trainer vorbei.
Er traute zuerst seinen Augen nicht, Wahnsinn!
Denn so was gibt’s nicht jeden Tag.
Dann tat der Trainer seine Trainerpflicht,
und nahm Toni unter Vertrag.
Toni hat einen andren Plan
Und jeden Tag übt er daran,
Ein Basketball-Meister zu werden.
Und was ihr mir gern glauben dürft:
Ein Faultier das Körbe wirft,
Ist ziemlich einmalig auf Erden.
Bei Tonis Eltern hat’s ne Weile gebraucht, bis sie
Begriffen was geschehen war.
Sie sehen Toni nun im Sportkanal
Er ist in seinem Team der Star.
Jetzt sind die Faultier-Eltern auf Toni stolz und sie
Haben gelernt vor allen Dingen:
Ein Faultier das nicht auf die Eltern hört,
kann es auch zu etwas bringen.
Toni hat einen andren Plan
Und jeden Tag übt er daran,
Ein Basketball-Meister zu werden.
Und was ihr mir gern glauben dürft:
Ein Faultier das Körbe wirft,
Ist ziemlich einmalig auf Erden.
Ich flieg mit meinem Luftballon
Ich flieg mit meinem Luftballon
Nach Oberammergau
Und fragt ihr mich: Was willst du dort?
So weiß ich das genau.
Ich setz mich auf den höchsten Berg
Und zähl von dort die Kühe.
Nicht leicht in Oberammergau,
doch mach ich mir die Mühe.
Eine Kuh, zwei Kühe, drei Kühe, vier Kühe, fünf Kühe, viele Kühe – hey!
Ich flieg mit meinem Luftballon
Über das Mittelmeer.
Warum ich’s tu ist schnell gesagt,
die Antwort fällt nicht schwer.
Ich lande auf der höchsten Welle,
die ich dort erwische.
Von dort hab ich die Übersicht
und zähle alle Fische.
Ein Fisch, zwei Fische, drei Fische, vier Fische, fünf Fische, viele Fische – hey!
Ich flieg mit meinem Luftballon
bis nach Usbekistan.
Hab keine Ahnung wo das liegt
Und trotzdem komm ich an.
Dort wo ich lande sehe ich
Gar keine Menschenseele.
Doch weil ich in der Wüste bin
Zähl ich eben Kamele.
Ein Kamel, zwei Kamele, drei Kamele, vier Kamele, fünf Kamele, viele Kamele – hey!
Am Abend nach dem langen Tag
Flieg ich zurück ins Bett.
Es gibt noch vieles auf der Welt
was ich zu zählen hätt.
Ich freu mich schon auf morgen früh
Und kurz bevor ich schlafe
Zähl ich, damit ich müde werd’,
in meinem Kopf die Schafe.
Ein Schaf, zwei Schafe, drei Schafe, vier Schafe, fünf Schafe, viele Schafe – hey!
Schlaf mein kleiner Regenwurm
Schlaf mein kleiner Regenwurm
Morgen wird es regnen.
Dann werden wir uns ganz bestimmt
am Straßenrand begegnen.
Ich zieh die Gummistiefel an
Vielleicht auch eine Mütze
Dann treffen wir uns um halb zehn
An einer großen Pfütze.
Ich will gern wissen wie du lebst
Unter dem Blumenbeet.
Vielleicht kannst du mich mitnehmen.
Ich mein nur, falls das geht.
Es macht doch sicher großen Spaß
Sich durch den Matsch zu wühlen.
Ach wär ich nur ein Regenwurm,
dann könnte ich das fühlen.
Schlaf mein kleiner Regenwurm
Morgen wird es gießen.
Du hast gar keinen Regenschirm
Und wirst es doch genießen.
Vielleicht wirst du spazieren gehen
Von einem Ort zum andern.
Denn wenn die Erde rutschig ist
Kannst du am besten wandern.
Ich selber träume heute schon
Vom Regenwürmerland
Von Gängen unterm Blumenbeet
Und deiner Spur im Sand.
Auch wenn wir sehr verschieden sind
Spricht wirklich nichts dagegen.
Dass wir bald dicke Freunde sind
Ich freu mich auf den Regen.
Das Nasenlied
Ich weiß, du kommt woanders her,
vom Ohne-Nas-Planeten.
Doch selbst wenn ich dort oben wär,
würd’ ich mir eine kneten.
Die Nase ist das Wichtigste,
das solltest du ruhig wissen,
sie hält den Rotz am Körper fest
und stört auch kaum beim Küssen.
Ich hab eine Nase,
Nase Nase!
Ich hab eine Nase,
Nase Nase!
Sie ragt mir vorn aus dem Gesicht,
wo immer ich auch grase.
Grase grase - grase grase!
Und geht sie mir verloren,
Loren loren!
Und geht sie mir verloren,
Loren loren!
Dann hab ich keine Nase mehr
und atme mit den Ohren.
Nasenbär, Ohrenbär, Nasenbär, Ohrenbär!
Du sagst: das lange Ding da vorn,
das ist doch nicht dein Ernst.
Drum schreib ich es gleich an die Wand,
damit du es mal lernst.
Die Nase die ist wichtiger als alles Gold und Geld,
sie macht auch daß man riechen kann
und daß die Brille hält.
Ich hab eine Nase,
Nase Nase!
Ich hab eine Nase,
Nase Nase!
Sie ragt mir vorn aus dem Gesicht,
wo immer ich auch grase.
Grase grase - grase grase!
Und geht sie mir verloren,
Loren loren!
Und geht sie mir verloren,
Loren loren!
Dann hab ich keine Nase mehr
und atme mit den Ohren.
Nasenbär, Ohrenbär, Nasenbär, Ohrenbär!
Bernhard Haage Musik + Bücher